Viele Möglichkeiten bleiben ungenutzt!

von Dieter Schwab
(Der Vakuumpressen-Guru)

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Kreative Oberflächen

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3D Mosaik

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Altholz

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Furnier

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Papier / Stoff

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HPL Hochglanz

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Riffelgummi

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Edelstahl

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Patina Metall

Nach vielen Jahren am Markt ist die Vakuumpresse in etlichen Köpfen weiterhin eine Maschine nur zur Herstellung von formverleimten Teilen. Das ist zweifelsfrei die Königsdisziplin dieser Maschine. Wer sie aber auf diesen Anwendungszweck reduziert, verschenkt das riesige Spektrum der anderen Anwendungsmöglichkeiten dieser Maschine.

Durch das Absaugen der Luft unterhalb der Membrane entsteht eine Druckdifferenz zum Umgebungsluftdruck außerhalb. Die Umgebungsluft drückt von außen auf die Membrane. Die Membrane gibt diesen Druck an das Werkstück weiter. Die Membrane hat nur die Funktion der Abdichtung zwischen dem höheren Außenluftdruck und dem reduzierten Druck innerhalb. Hieraus ergibt sich die bestechende Eigenschaft dieser Maschine. Immer gleicher Pressdruck pro cm² unabhängig von Größe, Form oder Dicke des Werkstückes. Hierdurch eignet sich die Vakuumpresse hervorragend zum flächigen Verpressen von unebenen Materialien wie Altholz oder Spaltholzplatten.

Speziell bei empfindlichen Beschichtungsmaterialien wie HPL bietet die Vakuumpresse unschlagbare Vorteile. Jeder, der Hochglanz-Schichtstoff in einer herkömmlichen Furnierpresse verarbeiten muss, weiß, dass jeder Span, jedes Staubkorn, Klebeband oder ein Leimrest an den Pressplatten unweigerlich zu Abdrücken in der fertigen Oberfläche führen. Die systembedingte Eigenschaft der Plattenpressen, alle Erhöhungen so lange zu Quetschen, bis diese plan zur restlichen Pressfläche sind, verursacht diese Probleme. Hier spielt die Vakuumpresse ihre unschlagbaren Vorteile aus. Wie vorher beschrieben ist der Pressdruck einer Vakuumpresse immer gleich. In der Praxis bedeutet das für den Anwender, dass es für das Pressergebnis keine Rolle spielt, ob Leimreste an der Membrane hängen, Klebebänder zum Fixieren benutzt wurden oder Späne auf dem Werkstück liegen. Auch Lappenstücke, die zum Schutz der Membrane vor den scharfen HPL-Ecken aufgelegt werden, verursachen keine Abdrücke. Zu den vorgenannten Vorteilen kommt die Eigenschaft, dass Vakuum den Siedepunkt von Wasser senkt. Beim Einsatz von ölgeschmierten Vakuumpumpen ist dieser Effekt so stark, dass ohne den Einsatz von energieintensiver Heizung vergleichbare Presszeiten zu geheizten Furnierpressen erreichbar sind.  Eine Furnierpresse verbraucht im Schnitt 12 – 15 kW während eine Vakuumpresse die gleiche Arbeit mit 0,1 – 0,15 kW erledigt.

Nutzen Sie die Vorteile der Vakuumtechnik für Ihre Kreativität!